Dubai

Die Emirate sind ein Drehkreuz für fast alle Flüge Richtung Fernost – so auch für uns. Aber wir möchten nicht nur am Flughafen Dubai umsteigen, sondern legen einen viertägigen Stopp ein. Die Stadt der Superlative reizt uns, wenn sie auch für Kinder eher anstrengend ist. Dass unsere airbnb-Unterkunft außerhalb der Stadt liegt, ist kein Problem. Wir haben einen Mietwagen und GPS (billige Smartphone APP). Das Haus ist groß und modern mit einem eigenen Pool und befindet sich in einer Art Village mit eigener Infrastruktur. Unsere Gastgeber und ihre Haushälterin bzw. Nanny sind zuvorkommend und großzügig. Deren zwei sympathischen Jungs im (fast) selben Alter wie unsere Kinder hätten gute Spielkammeraden für Maik und Philipp abgegeben, wenn wir dafür etwas mehr Zeit eingeplant hätten.

Die sehr frühe Ankunft in Dubai klingt nach viel verbleibender Zeit für die Stadt. Wir haben aber so viel Schlaf nachzuholen, dass wir den ersten halben Tag verschlafen. So bleibt am Nachmittag nur noch Zeit für das Dubai Museum im Al Fahidi Fort (das älteste Gebäude Dubais) und ein leckeres indisches Abendessen.

Am zweiten Tag machen wir uns ein Bild von dem, was Dubai eigentlich ausmacht. Wir „besichtigen“ (denn von einer Shopping-Tour kann bei unserem Budget und Gepäck-Limit keine Rede sein) die superlative „Dubai Mall“ am Fuße des gigantomanischen Burj Khalifa. Hier versteht man den Spitznamen Dubais: „Do Buy“. Sowohl der Bau ist beeindruckend, als auch die Attraktionen wie eine Eislaufbahn, ein Wasserfall und das Aquarium, welches von der Mall aus über zwei Stockwerke einsehbar ist, so dass wir uns den Eintrittspreis von 100 € für uns alle sparen können. Unsere Jungs fasziniert besonders, dass zwei Taucher im von Haien wimmelnden Glaskasten die vielen Rochen von Hand füttern.

Der Ausgang zu den hinteren Terrassen führt zu einem großen künstlichen See vor dem Burj Khalifa. Während wir den Kopf in den Nacken legen, um das höchste Gebäude der Welt zu erfassen, ruft gerade der Muezzin – das ist wirklich eine ganz besondere Stimmung.

Nach dem Exkurs in die Mall fahren wir zum Creek und nehmen ein Boot zu den Souks. Der Spaziergang durch die überdachten Marktgassen ist lustiger als erwartet. Von einem beflissenen Verkäufer wird Maik als Scheich „verkleidet“. Wir spielen das Spiel mit und handeln den Preis für das Outfit auf gut 10% des zuerst geforderten Geldes herunter – und müssen dann wohl oder übel auch kaufen. Immerhin ist es jetzt wohl keine Frage mehr, was Maik nächstes Jahr an Fasnacht anziehen wird!

Wir treffen am dritten Tag Annettes Studienfreund Mark in Abu Dhabi in einem 5-Sterne Ressort und nutzen die Anlage als Tagesgäste: die wunderschönen Pools, die Beach-Bar, den eigenen Zugang zum herrlichen, breiten Sandstrand. Wir hatten zwar vor, noch die berühmte Moschee Abu Dhabis anzuschauen, die gute Stimmung und den Spaß der Kinder am Meer wollten wir dafür dann aber doch nicht opfern. Es war ein herrlicher Tag, für den sich die Fahrt von 160 km wirklich gelohnt haben.

Am letzten Tag wollen wir unbedingt noch die Skipiste in der Mall of the Emirates unweit des weltberühmten Burj al Arab Hotels sehen. Von den Gängen der Mall kann man den unteren Teil der Piste nur schlecht einsehen. Die besten Plätze sind in den umliegenden Restaurants der obersten Preiskategorie zu haben. Unsere Kids finden immerhin den Penguin-Walk im Eingangsbereich vor dem großen Schaufenster spannend, so dass wir eine knappe Stunde vor der Scheibe kleben bleiben. Die Tiere sind zweifelsohne faszinierend, das Ambiente surreal. Aber das ist Dubai!

Den Nachmittag hatten wir uns für den Gold Souk in der Altstadt aufgehoben, der quasi auf dem Weg zum Flughafen lag. Der Weg von der Mall dahin ist aber so verstopft, dass wir beschließen gleich zum Flughafen durchzustarten.

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